Miniserien und Microdramen im Trend

FMarket.de berichtet gerne über Trends und zu denen gehören seit geraumer Zeit Short Form Videos oder Ultra Shorts, wie sie heute zu den wichtigsten Formaten einiger der wichtigsten Social Networks gehören, allen voran TikTok und Instagram. Vor rund 10 Jahren gab es bereits Pioniere wie Periscope (Live Video) oder Vine (6s Videos), die aber wieder eingestellt wurden. Nun also boomen Ultra Shorts, und auch bereits totgedachte Film Festivals für ultrakurze Filme, die damals ebenfalls beliebt waren, stehen wieder auf, so aktuell die 99 Fire Films Awards, wo Filme eine Länge von 99 Sekunden haben müssen.

Neu und sogar groß im Trend sind nun Miniserien und Microdramen, wobei sich Mini und Micro nicht auf die Anzahl der Folgen sondern deren Länge beziehen und diese beträgt um die 60 Sekunden. Kürzlich hatte selbst die Tagesschau in dem Artikel Wie Mini-Serien das Smartphone erobern über das relativ neue aber bereits Furore machende Phänomen berichtet. Furore, weil selbst große Player den Markt für sich entdecken, der bereits hunderte Millionen oder milliardenschwer ist.

Und die Branche rennt dem Phänomen offenbar wieder hinterher. Denn, wie es im Tagesschau Artikel heißt, es haben sich einige etablierte Unternehmen zusammengetan um Microdramen zu produzieren (Gammatime und MicroCo). Als Pioniere am Markt gelten DramaBox und ReelShort.

Diesem Trend wiederum schließt nun die mit Short Video synonyme Plattform TikTok an, mit dem Launch einer eigenen Miniserien und Microdramen App namens PineDrama. Das recherchiert führte in der Google Suche zu einem Ergebnis. Was nun ob der Aktualität etwas seltsam ist, dieser Link https://support.tiktok.com/en/using-tiktok/exploring-videos/pinedrama zur Einführung zu Pinedrama führt auf eine allgemeine Seite zum Abruf von Videos und Serien auf TikTok. Die genaue Funktionsweise und Abläufe sind also nochmals zu hinterfragen. Die App Pinedrama gibt es jedenfalls in den App Stores der großen Smartphone-Plattformen und als Anbieter ist dort TikTok genannt. Einige weitere Informationen gibt es im Artikel TikTok startet PineDrama: Neue Serien-App mit Suchtfaktor,

Interfilm Festival streamt auf Sooner

Das Interfilm Filmfestival ist online gegangen, frei nach dem Motto in der Festival Ankündigung „Corona macht’s möglich, Corona macht’s nötig“.

Mit dem umfangreichen Programm von über 270 Kurzfilmen in über 30 Programmblöcken plus Rahmenprogramm rund um das Filme machen gehört Interfilm zu den größten Filmfestivals der Welt und ist in Berlin nach der Berlinale das zweitgrößte. Und, seit 2018 gehört Interfilm in einigen Kategorien auch zu den für die Oscars qualifizierenden Festivals.

Für das umfangreiche Programm wird an dieser Stelle nur auf die Webseite verwiesen werden, aber ein kurzer Hinweis zu den interessanten Kategorien sollte sein. Zu den allgemeinen Wettbewerben gehören die Kategorien internationaler, europäischer und deutscher Kurzfilm. Recht innovativ sind die Themen Green Film und der Eyes Wide Open Online Award, der sich ebenfalls mit Nachhaltigkeit und zudem Gerechtigkeit befasst. Weitere Themen in diesem Jahr sind Postkolonialismus, Filme aus Polen sowie die alljährliche Reihe des abwegigen Films sowie Spezialprogramme.

Zurück zum anfänglichen Zitat „Corona macht’s möglich, Corona macht’s nötig“. Ohne Zweifel hat das Interfilm Festival einen Charme und schon vielen Filmfreunden schöne Stunden und Tage bereitet. Doch alle Filme für den Preis von nur einem Ticket zu sehen, das gibt es vielleicht nur in diesem Jahr. Denn die Filme des Programms werden vom 11.11. bis zum 13.12. in Themenblöcken auf der für Filmfreunde nicht weniger interessanten Plattform Sooner gestreamt. Sooner ist spezialisiert auf Independent und Arthouse Filme, zeigt zudem auch Dokumentationen und Konzerte. U.a. beschreibt sich Sooner selbst als Streaming Service jenseits den Mainstream mit Kuration von Filmen und Serien der Kreativen dieser Welt.

Für das Interfilm Festival gibt es bei Sooner eine Spezialpreis, ein spezielles Online Festival Ticket für 7,95. Die Übersicht über die einzelnen Filmblöcke bzw. das Festivalprogramm von Interfilm bei Sooner gibt es hier, weitere Informationen zur Plattform in der Homepage von Sooner.

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Film Klassiker kostenlos im Online Stream

Kostenlose Film Klassiker im Online Stream gibt es bei einer weiteren rein werbefinanzierten und somit kostenlosen Video Streaming Plattform. Der Name der Plattform ist Popcorntimes.

Film Klassiker sind bei Popcorntimes Programm und Philosophie. Der Service kooperiert mit Filmverleihern und Rechteinhabern um Filme zu zeigen, die sonst nicht oder wenig zugänglich sind. Der Schwerpunkt liegt auf Filme aus der Zeit von 1910 bis 2010, wobei neben zahlreichen Filmgenres auch Dokumentationen, Musicals und Kurzfilme im Repertoire zu finden sind. Ein schönes Beispiel, das gleich aufgefallen ist, ist der Stummfilm „Das Phantom der Oper“ aus dem Jahre 1925.

In der Nutzung ist der Service, der im übrigen aktuell nur in Deutschland, Österreich und die Schweiz verfügbar ist, denkbar einfach. Es ist keine Anmeldung erforderlich und auch nicht möglich, die Filme werden per Play über die Webseite gestreamt: Popcorntimes.

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Tantalum – Interaktiver Film

Tantalum ist ein interaktiver Kinofilm, der bereits 2017 produziert und kürzlich auf dem Interfilm Kurzfilm Festival gezeigt wurde. Dort habe ich ihn gesehen, dieser ist jedoch auch Online in voller Funktion abrufbar.

Es gibt mittlerweile einige interaktive Funktionen für Film und Video, vor allem Online. Das besondere an Tantalum, dieser Film ist für das Kino gemacht. Im Kino funktioniert dies mittels einer speziellen Homepage und einem eigens für den Abruf bereit gestellten WLAN Zugang, eine App ist nicht erforderlich. Online kann mit der Tastatur oder ebenfalls mit dem Handy durch den Film navigiert werden. Das spezielle an der Kinoerfahrung ist das gemeinsame Abstimmen über die Abläufe im Film, d.h. das gesamte Publikum stimmt über den ein oder anderen Ablauf bei jeweils zwei Optionen ab. Fortgeführt wird der Film dann mit der mehrheitlich gewonnenen Variante.

Das schöne an Tantalum ist die ernsthafte Umsetzung. Die Story ist spannend, gespielt mit guten Schauspielern und nicht nur Spielerei zur Demonstration der interaktiven Funktionen. Der oder die Zuschauer schlüpfen in die Rolle des französischen Präsidenten, der die Olympischen Spiele nach Frankreich holen will. Jedoch stehen die Chancen schlecht und so gilt es eine politische Lösung zu finden um doch noch die Abstimmung um die Spiele zu gewinnen. Ein Politthriller: Tantalum.

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Screenlife – Storytelling Format

Screenlife beschreibt ein neues Storytelling Format, bei welchem ganze Filme durch Screen Recording realisiert werden. Dies, so der bekannte Filmemacher Timur Bekmambetov, entspricht dem heutigen Lifestyle. Timur Bekmambetov hat in diesem Format bereits mehrere Kinofilme realisiert (Profile, Unfriended und Searching). Dabei ist der Filmemacher eher ein Schwergewicht im Filmgeschäft in dem er schon mit Budget von 100 Millionen, so für Ben Hur, umgegangen ist. Inspiriert, wie es im Artikel Timur Bekmambetov is done with hollywood and only wants to make movies on computer screens, wurde er durch den Kurzfilm Noah (sehenswert). Weitere Kurzfilme, die nicht unerwähnt bleiben sollen, sind ebenfalls in dem Artikel genannt.

Weshalb ist in dem Kontext des Screenlife Storytelling Formates also die Person von Timur Bekmambetov hervorzuheben. Sicher wegen seiner Bekanntheit, dem Können einen Langfilm zu realisieren, bei dem keine Langeweile aufkommt (Für Searching war ich am letzten Aufführungstag zu später Stunde ins Kino gegangen, dieser besteht tatsächlich nur aus Screen Recordings.) und an dieser Stelle hier im FMarket.de Blog aber vor allem wegen seines Engagements. Denn Timur Bekmambetov hat zu dem Screenlife Storytelling Format ein eigenes Manifest formuliert und stellt unter Screenlife.com eine ganze Community inklusive Software zur eigenen Erstellung von Videos bereit. Die Seite beinhaltet sämtliche Informationen zu diesem Storytelling Format, zahlreiche Erläuterungen zu der Idee, die bereits erwähnte Software zur Erstellung von Screenlife Videos und eine Community mit Uploads mit der Software erstellter Videos.

Fazit: Screenlife ist sicherlich nicht das Ende des Films, wie wir ihn kennen. Aber wie sehr sich dieses als Storytelling Format an der Realität bewegt zeigen einige der Videos in der Community, die teilweise viel Ähnlichkeit mit Let’s-Play-Videos zeigen und auch der virtuelle Arbeitsplatz mit Videochat ist allgegenwärtig und sehr anschaulich im Film Profile dargestellt. Spannend in dem Kontext Kinofilm ist sicher auch die künftige Entwicklung des digitalen Kinos, welches uns ebenfalls ganz real heute schon Live Übertragungen bringt oder Austragungsort von eSports Event mit Screening auf der Leinwand ist.

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Kurzfilm der Woche: Techno Freunde

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Techno Freunde ist sowohl ein echter fiktionaler Kurzfilm als auch experimentell. In der Gestaltung greift der Film den Virtual Reality Trend auf und experimentiert mit den Perspektiven. Die Idee ist die besondere Ästhetik auch auf dem Big Screen oder der Leinwand zu nutzen und sichtbar zu machen. Den Film gibt es in zwei Fassungen, der Originalversion und eine kolorierte Fassung. In der kolorierten Fassung entsprechen die Farben den sprechenden Personen.

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Kurzfilm der Woche: Licht am Ende des Tunnels

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Kurzfilm Portal zeigt ausgewählte Filme

The best Microfilms nennt sich dieses Kurzfilm Portal und versteht darunter Kurzfilme mit einer Länge bis zu fünf Minuten. Zu finden sind einige hundert Filme und dabei eine spezielle Rubrik Animation. Die in der Seite gezeigten Filme sind alle redaktionell ausgewählt. Filmemacher, die ihren Film in der Seite präsentieren möchte, finden unter About Informationen für den Kontakt.

Weiter veranstaltet die Seite auch zwei kleine Wettbewerbe. Der eine Wettbewerb ist der Microfilm of the Month, welcher auf Facebook stattfindet. In der Facebook Seite kann über die aktuellen Filme abgestimmt werden, die dann entsprechend in der Homepage gelistet werden. Der zweite Wettbewerb ist sehr eigen: Zu der sogenannten Challenge wird von der Seite ein Plott bereit gestellt, der für alle Teilnehmer gleich ist. Von Interesse sind dann die unterschiedlichen Bearbeitungen.

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