Live Video Apps und Services

In Sachen Video kommt grad einiges in Fahrt. Die Internet Entwicklung ist ohnehin sprichwörtlich schnell, doch im Moment scheint sich alles noch zu beschleunigen. Die Ursache liegt wohl in der nun allgemein verfügbaren schnellen Infrastruktur und auch die verfügbaren Geräte zur Aufnahme sind mit HD Cams und Smartphones mittlerweile Standard. Und so sind den letzten Artikeln um interaktive Videos, der Couch Modus App von Digg oder der Video Collaboration App von Facebook schon wieder einige innovative Services hinzu zu fügen.

Am Rande wurde auf den Artikel Social Networks treiben Medien und Video Entwicklung hingewiesen, der auf die Live Video Twitter Apps Meerkat und Periscope eingeht. Diese sind erst wenige Wochen alt und schon gibt es Apps, die diese Services unterstützen. So gibt es für beide Live Streaming Apps Portale, die die verfügbaren Live Streams in einer Übersicht anzeigen. Kritisch angemerkt scheint die Auswahl nicht dem aktuell kommunizierten Hype um diese Apps zu entsprechen, doch ist zugleich unklar wieviele Live Streams in den Portalen angezeigt werden und zum anderen von der Live Streaming Community YouNow, die immerhin schon im öffentlichen Fernsehen thematisiert wurde, bekannt das Live Video boomt. Die Übersichten zu den aktuell stattfinden Live Streams bei genannten Apps gibt es unter Meerkat Streams und Periscope Streams.

Eine echt innovative Unterstützung für Nutzer von Meerkat leistet die App katchkats. Diese zeichnet die Meerkat Live Streams auf, postet diese auf YouTube und zugleich in den Kommentaren zum ursprünglichen Live Stream bei Twitter. Das ganze, und das kann schlichtweg faszinieren, funktioniert verblüffend einfach duch Nennung des Hashtags #katch entweder im Titel zum jeweiligen Meerkat Stream oder in den Kommentaren.

Und noch bevor die Szene Zeit beruhigt hat ist bereits die nächste Mobile Live Streaming App gestartet, Stre.am. Gegenüber Meerkat und Periscope, die gegenwärtig nur für das iPhone verfügbar sind, gibt es Stre.am auch für Smartphones mit Android System. Stre.am kommt auch gleich mit erweiterten Funktionen, dem Anfügen von Clips zum Live Stream und Chat Funktionen während der Übertragung.

Was gibt es noch an aktuellen Trends rund um Online Video? YouTube hat es schon, die Unterstützung von 360 Grad Videos, und Facebook will folgen. Was YouTube auch bereits länger hat ist einerseits die Unterstützung für Ultra HD bis 4K sowie Videos mit bis zu 60 fps, was vor allem die Gamer Community für deren Aufzeichnungen freut. Derzeit experimentiert YouTube mit der Kombination von Ultra HD und Aufnahmen mit 60 fps. Und ausserdem bewegt sich YouTube auch weiter in Richtung interaktiver Videos, vorerst in Sachen der eigenen Video Werbung für TrueView Video Ads.

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Facebook App zur gemeinsamen Video Gestaltung

Einen April Scherz der anderen Art hat Facebook mit dem Start der App Riff von sich gegeben, die just am 1. April vorgestellt wurde. Liegt der Scherz in der unermesslichen Power von Facebook den Video Markt zu revolutionieren?

Riff ist eine App zur gemeinsamen Erstellung von Videos, zur Video Collaboration wie diese bisher gemeinhin nur Profis vorbehalten war. Sicher ist es keine App um grosse Filme zu gestalten, doch eben eine App mit dem Zeug einen neuen Boom auszulösen als auch die Art und Weise wie Videos gestaltet und konsumiert werden weitgehend zu verändern.

Kurz beschrieben funktioniert die App so: Ein Nutzer erstellt ein Video, sendet das Video dann an Freunde und gibt ein Thema vor. Die Freunde erstellen ebenfalls eine Sequenz und teilen das Video dann weiter. Das Ergebnis kann eine Reihe thematisch ähnlicher Sequenzen sein oder kreativ gedacht ein Film. Ein besonderer Reiz könnte im immens schnellen internationalen Austausch bei der Erstellung liegen. Hier ein Beispiel für ein mit Riff erstelltes Video: An American in Paris Backstage.

Neben Facebook hat auch Twitter neue Video Services gestartet. Eine Vorstellung dieser Apps und eine Analyse des Geschehen gibt es in dem Artikel Social Networks treiben Medien und Video Entwicklung.

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Content Network Mediakraft mit Negativ Schlagzeilen

Über Content Networks, die reichweitenstarke Video Channels aggregieren, wurde an dieser Stelle bereits des öfteren berichtet. Diese wollen die Channels bei der Steigerung des Erfolges und in der Vermarktung unterstützen. Alles in allem scheint das eine gute Sache. Das dies umgekehrt Kompromisse erfordert, ist zu ahnen.

Grosse negative Schlagzeilen gibt es derzeit um Mediakraft, eines der grössten Content Networks am europäischen Markt. Wie die Publikation W&V schreibt, verlassen einige der reichweitenstärksten Channels das Netzwerk und vermarkten sich wieder selbst. Teilweise geht dies über reguläre Kündigungen und teilweise mit grossen Krach. Für richtig Furore sorgt der Abgang des Video Bloggers Unge, seines Zeichens Betreiber einiger eben jener reichweitenstarken Channels. Unge ist im Rechtsstreit mit Mediakraft und damit an die Öffentlichkeit gegangen. Er beklagt mangelnde Unterstützung von Projekten und sogar Drohungen. Weshalb der Abgang von Unge nicht einfach wie bei anderen durch Kündigung möglich ist bleibt offen, seine Selbstdarstellung zu dem Fall wird in Video weiter unten wiedergegeben.

Allein dies sind für sich interessante Fakten. Zugleich gibt der Fall Unge aber auch das Selbstverständnis von Video Bloggern wieder und ist für sich eine interessante Fallstudie über das Funktionieren von Video Plattformen als Social Networks. Denn letzteres zeigt sich, die hohe Bedeutung der Kommunikation und das Video Sharing Plattformen wirklich echte Social Networks mit starker Kommunikation sind. Unge hat die bei Mediakraft eingebrachten Channels mit Millionen von Abonnenten schlichtweg aufgegeben, was für ihn, wie er im Video berichtet, ein schwerer Schritt war. Er hat dann drei neue Channels gegründet (unge, ungefilmt, ungespielt) und es geschafft in kurzer Zeit mehrere hunderttausend und für den Channel ungespielt bereits abermals über eine Million Abonnenten zu gewinnen. Was Social Media und die Stärke von Kommunikation betrifft ist anzufügen das Unge auch in anderen Social Networks wie Facebook, Instagram und Twitter präsent ist, wo die öffentliche Kritik auch unter dem Hashtag #freiheit kursiert.

Im Blog von Mediakraft ist von alledem im übrigen nichts zu lesen sondern vor allem von neuen Beitritten. Hier der Artikel von W&V („Komplett scheiße“: Youtuber rechnet mit dem Vermarkter ab).

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Start 2014 mit Cyborgs

Willkommen im neuen Jahr, das hier im Blog mit einem schönen Artikel starten soll, mit einem Artikel über Cyborgs. Hintergrund ist aber ein anderer und auch kein neuer Film sondern echte Cyborgs. Hierüber berichtet das Online Magazin Vice. Dieses, so ein Artikel von W&V, macht sich auf ein Medien Imperium zu bauen. Gestartet als Punk Publikation ist Vice zu einem globalen Magazin gewachsen und will nun neben der bestehenden Video Sparte die Vice News, ein auf Riots und Krisen spezialisierte Magazin mit weltweit verteilten Newsrooms (Das Medienimperium Vice wächst weiter).

Soweit der Kontext zum bewegten Bild und damit zurück zu den Cyborgs, der Symbiose von Mensch und Maschine. Hierzu hat Vice einen Bericht und ein Interview mit einem Biohacker, einem der sich nach Hacker Attitude anschickt Elektronik mit dem Körper zu verbinden. Und das hat dann schon etwas von Science Fiction, wenn die Guten Bösen mit Elektronik Schrott gewappnet sich aufmachen die Welt zu retten. Die Szene kennt sogar eine Grundausrüstung, einen implantierten Ring zur Erkennung elektronischer Felder. Ein Verein derart gesinnter, der Cyborgs e.V. befindet sich in Gründung. Doch für weiteres einfach zum Artikel, der über den US-Amerikaner Tim Cannon berichtet, der sich „den ersten selbsthergestellten nicht-medizinischen Computer-Chip der Welt“ hat implantieren lassen: Tim Cannon: DIY-Cyborg. … ach, und ein gutes 2014 !!

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Lars von Trier Film wird Webserie

Der Film Nymphomaniac von Lars von Trier wird auch als Webserie produziert. Dieses Projekt, einen anspruchsvollen Film in ein aktuelles Format zu übertragen, ist ohne Zweifel als ein äussert interessantes Projekt zu bezeichnen, welches es in dieser Form wohl noch nicht gegeben hat und dem also Pionier Charakter zukommt. Auch inhaltlich bedeutet dies neue Wege, ist doch der Inhalt alles andere als das was heute erfolgreiche Webserien inhaltlich bieten und wie der Name vermuten lässt geht es um viel Sex. Direkt, was das Rating betrifft, anstössliche Szenen sollen beinhaltet sein. Ob das nun wiederum als gut oder schlecht zu bewerten ist, wo Sex ja allgemein als gut gehender Content am Internet gilt, sei dahin gestellt und modern betrachtet ist es heute kein Tabu Thema und Bestandteil vieler guter Filme anspruchsvoller Unterhaltung. Grosse Presse sollte dem Projekt also Gewiss sein, grosses Publikum auch und ebenso sollte es die Film Szene interessieren. Hier ein Artikel mit weiteren Informationen: Lars von Trier’s „Nymphomaniac“ might become a very weird Web Series.

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Grosses Geld mit kleinen Videos

Wer dieses Blog regelmässig liest, wird es erraten haben. Es geht abermals um Microvideo und bei dem beschriebenen Boom (Die Twitter App Vine zählt mittlerweile 40 Millionen Installationen, nach den erst Anfang Juli berichteten 13 Millionen Installationen.) ist der Titel sowohl ein guter Aufmacher als auch Teil eines kurzen Status Berichtes zu Microvideo Diensten. Denn wie immer, wo die Nutzer sind dahin gehen auch die Marketer und mit denen kommt das Geld. Dieses geht u.a. an die Vine Stars, die es geschafft haben zahlreiche Follower zu bekommen. Diese erhalten Sponsoring und Product Placement Angebote von 10000 US$.

Grossen Aufwand betreiben auch die Marken selbst. So bringt es Red Bull auf weit über 800000 Instagram Abonnenten und überlässt in Sachen Microvideo nichts dem Zufall. Die Produktion eines aktuellen 15 Sekünder hatte die bemerkenswerte Produktionszeit von zwei Monaten.

Und der Markt ist weiter in Bewegung, wobei mit den YouTube Gründern Chad Hurley und Steve Chen zwei Schwergewichte gestartet sind. Diese habe mit dem in April angekündigten Service MixBit einen weiteren und vielversprechenden Microvideo Service gestartet. MixBit hebt sich durch weitere Funktionen hervor, ermöglicht mehreren Video Filmern gemeinsam einen Clip zu erstellen. Wenngleich die Videos an sich nicht wirklich länger sind als die von Vine und Instagram, nämlich 16 Sekunden, so können jedoch mehrere und zwar bis zu 256 Videos zu einer Länge von insgesamt einer Stunde kombiniert werden.

Dies erinnert an neu aufkommende Formate. Denn genau derartige wie von MixBit machbare Kompilationen oder Kombinationen von Videos häufen sich derzeit auf Video Sharing Seiten. Dies wiederum mit grossen Erfolg. Die Compilation „Greatest Vines of 2013“ hat innerhalb von nur vier Tagen drei Millionen Views erreicht.

Schliesslich noch etwas neues von Instagram. Das letzte Update der App beinhaltet eine Video Upload Funktion. Damit müssen Microvideos nicht mehr nur spontan erstellt sondern können auch geplant und editiert werden.

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Google stellt Chromecast für Internet Fernsehen vor

Google hat ein neues Gerät für Video Streaming auf dem Fernsehgerät vorgestellt, der Name ist Chromecast. Das Format ist ein Stick, das in ein HDMI Slot gesteckt wird. Die Steuerung erfolgt dann über ein Android Gerät, also ein Smartphone oder Tablet Computer. Über die verbundenen Android Geräte erfolgt auch die Übertragung der Inhalte auf das Fernsehgerät.

Chromecast hat eine ähnliche Funktionsweise wie Apple TV, das Inhalte aus dem iTunes Store auf den Fernseher bringt, oder Geräte von Roku, die ebenfalls nach diesem Prinzip funktionieren und recht populär sind. Chromecast wird jedoch zu einem deutlich günstigeren Preis von nur 35,- US$ auf den Markt gebracht. Das Geräte ist vorerst über Amazon US verfügbar und soll in den nächsten Monaten auch anderen Ländern angeboten werden. Hierzu zwei Artikel, einen zum Launch von Chromecast (Chromecast: Google’s best weapon to breach the TV biz) und einen zur Zukunft des bislang nicht sehr erfolgreichen Google TV (Google TV: We’re not dead (yet)).

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Live Video als Viral Video

Die Live Video Nutzung explodiert, heisst es in einem WebWizard Artikel. So krass wurde dies noch nicht beschrieben, das Wachstum in dieser Sparte hier aber auch bereits festgestellt. Doch der Artikel geht weiter und berichtet über die steigende Nutzung von Live Video als Viral Video Format. Dabei werden in kürzester Zeit Links zu den Live Übertragungen im Web verbreitet. Klassiker von gut besuchten Live Streams sind die Ankündigungen von Produkten oder Konferenzen der IT Giganten wie Apple oder Google.

Der berichtete Trend ist sicher auch nicht nur eine kurzzeitige Erscheinung, vielmehr geht dieser einher mit den sich laufend weiter entwickelnden veränderten Nutzungsgewohnheiten der Medien Konsumenten. Diese verfügen in immer grösserer Zahl über Geräte zur Erstellung wie auch Empfang und ebenfalls als Voraussetzung über leistungsfähige Geräte und Anschlüsse. Als Beispiel der aktuellen Entwicklung werden als Plattformen für den Abruf und die Verbreitung oder auch Bereitstellung von Live Streams Facebook, Google Hangout und Twitter genannt: Explodierende Live-Streams.

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