Internet Video, Film und TV Trends 2018

Neustart, es war etwas ruhiger hier im FMarket.de Film und Video Blog und das soll sich jetzt wieder ändern. Was ist dazu besser geeignet als die Prognosen für das neue Jahr, wenngleich auch dies etwas spät. Was sind die Trends? Hierzu einige ausgesuchte Artikel und Links Prognosen von Experten und Insidern.

Geprägt ist die gegenwärtige Ära durch viele konkurrierende Plattformen und Formate sowie zugleich zahlreiche Möglichkeiten für Independents einhergehend mit wachsendem Einfluß von Influencern in der Social Media Sphäre als auch selbstredend weitergehender Innovationskraft. Letztere wird massiv unterstützt, wie z.B. durch Facebook und deren Creators Initiative, unter welcher kürzlich eine weitere Seite mit kostenlosen Sounds für Videos gelauncht wurde. Dies ist zweifelslos eine Ansage gegenüber den anderen zugleich sehr unterschiedlichen Playern wie Amazon, Netflix oder YouTube mit ihren Initiativen zur Entwicklung von eigenen Inhalten.

Ein neuer Player in diesem Ensemble ist jetzt auch die Music Streaming Plattform Spotify, die künftig Multimedia Formate anbieten wird. Darunter versteht sich diverses Material zur Präsentation der Musiker und zwar von Fotos bis eben Video.

Alles in allem steht fest das Streaming Media in den unterschiedlichen Erscheinungsformen mittlerweile alle Altersgruppen erreicht hat (Streaming Video Popularity Jumps Among Gen Xers). Die Innovationen sind einerseits u.a. mit künstlicher Intelligenz oder 4K hochtechnisch oder beruhen auf Marketing Strategien wie „Skinny Bundles“ für spezielle Zielgruppen (Three Ways the Online Video Industry Will Change in 2018).

Hier weitere zahlreiche Stellungnahmen von Insidern mit deren speziellen Prognosen: 8 predictions for the digital video industry in 2018 und 20+ Online Video Experts Forecast Platform Wars, Influencer Independence, and the Flight to Quality.

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Video Messaging und Video Marketing mit dem Telegram Messenger

Video Messaging geht jetzt auch über den Telegram Messenger, dies von Person zu Person aber auch zur Kommunikation mit Fans.

Der Telegram Messenger ist über die Diskussion um die Privatsphäre gross geworden, dieser hatte als einer der ersten die Verschlüsselung von Nachrichten angeboten und sich als Alternative zu Whatsapp und den Facebook Messenger etabliert. Gerade auch für die multimediale Kommunikation bietet dieser eine Reihe interessanter Funktionen. So lassen sich durch setzen von Häkchen gleich mehrere Bilder versenden anstatt mühsam jedes einzelne Bild verschicken zu müssen.

Jetzt hat Telegram eine Video Funktion eingeführt, die ebenfalls einfach und komfortabel zu bedienen ist. Die Aufnahme funktioniert über das Mikrofon Icon und zwar einfach durch halten, schon wird Video aufgezeichnet oder gesendet. Dabei ist die Video Funktion near real time konzipiert, d.h. das Video wird bereits während der Aufnahme komprimiert und gesendet. Wem dies zuviele Daten sind, kann die Funktion jedoch deaktivieren und das aufgezeichnete Video später senden. Auch beim Ansehen der Videos kann Zeit gespart werden, denn das Video erscheint beim Betrachter in einem separaten Fenster und ermöglicht somit nebenher das weitere Chatten.

Für die Kommunikation in Channels, also auch beim Broadcast an Fans, wurde eine separate Webseite unter telesco.pe eingerichtet. Öffentliche Videos bzw. Videos in öffentlichen Channeln werden dort gehostet und können auch geteilt werden, was Telegram nun also auch zu einem Video Marketing und Viral Video Instrument macht. Gegenüber anderen Broadcasting Apps wie z.B. Periscope von Twitter haben die Videos jedoch den Charakter von Mikrovideos, diese sind auf eine Länge von einer Minute begrenzt: Video Messages and Telescope.

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Promotion Network für Live Streams

Live Streaming ist eine der am stärksten wachsenden Online Video Formate. Live Inhalte sind bereits auf unterschiedlichsten Plattformen verfügbar (Facebook, Twitter, Youtube). Die Einrichtung von Live Streams erfolgt entweder durch direkt bereit gestellte Features oder durch Erweiterungen wie Apps. Zudem gibt es spezielle Live Streaming Communities und Anbieter um Live Streams unabhängig von einer Plattform zu realisieren.

Doch meist haben Live Streams nur wenige Zuschauer, denn es ist einerseits nicht einfach einen Live Stream bekannt zu machen und andererseits gibt es keine wirklich guten plattformübergreifenden Übersichten über die aktuell im Netz laufenden Live Übertragungen. StreamSpread, erst kürzlich gestartet, bietet hierfür eine Lösung an und kann wohl als das erste Promotion Network für Live Streams beschrieben werden.

StreamSpread funktioniert ähnlich wie ein Werbe- oder Affiliate Netzwerk. Über die Plattform werden Anbieter von Live Streams und Betreiber von Webseiten zusammen gebracht. Die Anbieter der Live Streams können ihre Sendungen gegen Entgelt zur Integration in Webseiten anbieten und diese auf den Webseiten sozusagen bewerben. Publisher erhalten bei Integration der Streams in ihre Seiten ein Entgelt für den Abruf der Streams. Die Anbieter wiederum können Webseiten nach Zielgruppen aussuchen. Zur Kontrolle der Anzahl der erreichten Personen bietet StreamSpread auch ein Reporting.

Dies funktioniert aktuell jedoch noch nicht beliebig sondern nur für die Live Streaming Plattformen Livestream, Ustream und Twitch. Die Kosten übrigens liegen bei US$ 5,- pro 1000 Viewer, wie Hypebot schreibt. Weitere Informationen gibt es in nachstehendem Video und der Homepage von StreamSpread.

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Amazon erweitert Services für Filmemacher

Seit 2010 bereits fördert Amazon mit dem Service Amazon Studios audiovisuelle Inhalte. Dies ganz im eigenen Sinne und zur Förderung exklusiver Inhalte für die Video Plattform Amazon Prime Video‎. Und das mit Erfolg, denn Amazon Prime Video‎ gehört zu den beliebtesten Video Streaming Services in Deutschland, die sich oft über eben jene exklusiven Inhalte profilieren.

Aktuell hat Amazon die Services um Amazon Studios erweitert und stellt u.a. ein kostenloses Storywriter Tool zur Verfügung. Auch inhaltlich wird die Palette erweitert, wie TNW News berichtet. Waren vormals vor allem Comedy Serien gefragt, so besteht nun auch die Möglichkeit Dramen und Spielfilme einzureichen: Amazon launches Storywriter, a free Screenwriting Tool to help visionary Storytellers get their Work discovered.

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Leitfaden Werbung in Online Video und Film

Video Werbung und Werbung in Filmen wird im Recht besonders berücksichtigt und berührt andere Rechtsbereiche wie das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Prinzipiell ist Werbung nicht ungesetzlich, jedoch besteht bei bestimmten Formen eine Kennzeichnungspflicht.

Einen offiziellen Leitfaden hierzu haben die Landesmedienanstalten veröffentlicht. Dieser kann kostenlos als PDF herunter geladen werden: Antworten auf Werbefragen in sozialen Medien.

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Snapchat und Video?

Über die Bemühungen von Snapchat ein passendes Format für Bewegtbildinhalte zu finden wurde an dieser Stelle kürzlich erst berichtet, über weniger erfolgreiche und neue Ansätze für Video Content. Einige aktuelle Artikel geben Anlass das Thema gleich nochmal aufzugreifen.

Das ursprünglich als Messaging Service konzipierte Snapchat hat rund 400 Millionen Nutzer weltweit. Der Service wächst auch in Deutschland rasant. Im zweiten Quartal 2015, heisst es, gehörte Deutschland zu den 10 Ländern mit der höchsten Nutzerzahl und zu den 5 Ländern mit dem schnellsten Wachstum. Im Vergleich mit anderen Social Networks wächst Snapchat schneller als Facebook und sogar Instagram.

Und was hat das mit Video zu tun? Hierzu heisst es bei Videolix, die Nutzung geht „durch die Decke“. Die Zahl liegt bei täglich 6 Milliarden Videoaufrufen und damit reicht Snapchat an Facebook heran. Unter Betrachtung des Wachstums wird nicht nur von Konkurrenz sondern sogar Überlegenheit gesprochen.

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Content Network Mediakraft mit Negativ Schlagzeilen

Über Content Networks, die reichweitenstarke Video Channels aggregieren, wurde an dieser Stelle bereits des öfteren berichtet. Diese wollen die Channels bei der Steigerung des Erfolges und in der Vermarktung unterstützen. Alles in allem scheint das eine gute Sache. Das dies umgekehrt Kompromisse erfordert, ist zu ahnen.

Grosse negative Schlagzeilen gibt es derzeit um Mediakraft, eines der grössten Content Networks am europäischen Markt. Wie die Publikation W&V schreibt, verlassen einige der reichweitenstärksten Channels das Netzwerk und vermarkten sich wieder selbst. Teilweise geht dies über reguläre Kündigungen und teilweise mit grossen Krach. Für richtig Furore sorgt der Abgang des Video Bloggers Unge, seines Zeichens Betreiber einiger eben jener reichweitenstarken Channels. Unge ist im Rechtsstreit mit Mediakraft und damit an die Öffentlichkeit gegangen. Er beklagt mangelnde Unterstützung von Projekten und sogar Drohungen. Weshalb der Abgang von Unge nicht einfach wie bei anderen durch Kündigung möglich ist bleibt offen, seine Selbstdarstellung zu dem Fall wird in Video weiter unten wiedergegeben.

Allein dies sind für sich interessante Fakten. Zugleich gibt der Fall Unge aber auch das Selbstverständnis von Video Bloggern wieder und ist für sich eine interessante Fallstudie über das Funktionieren von Video Plattformen als Social Networks. Denn letzteres zeigt sich, die hohe Bedeutung der Kommunikation und das Video Sharing Plattformen wirklich echte Social Networks mit starker Kommunikation sind. Unge hat die bei Mediakraft eingebrachten Channels mit Millionen von Abonnenten schlichtweg aufgegeben, was für ihn, wie er im Video berichtet, ein schwerer Schritt war. Er hat dann drei neue Channels gegründet (unge, ungefilmt, ungespielt) und es geschafft in kurzer Zeit mehrere hunderttausend und für den Channel ungespielt bereits abermals über eine Million Abonnenten zu gewinnen. Was Social Media und die Stärke von Kommunikation betrifft ist anzufügen das Unge auch in anderen Social Networks wie Facebook, Instagram und Twitter präsent ist, wo die öffentliche Kritik auch unter dem Hashtag #freiheit kursiert.

Im Blog von Mediakraft ist von alledem im übrigen nichts zu lesen sondern vor allem von neuen Beitritten. Einen Kommentar hierzu seitens Mediakraft gibt es jedoch auf deren Facebook Seite.
Hier der Artikel von W&V („Komplett scheiße“: Youtuber rechnet mit dem Vermarkter ab) und nachstehend das Video.

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YouTube mit vielen neuen Funktionen

YouTube hat wieder neue Funktionen eingeführt und das gleich mit einer ganzen Reihe innovativer und integrativer Features mit anderen Google Services.

Die erste Funktion betrifft die Video Qualität, wo YouTube sich schon seit einiger Zeit mit Hyper und Ultra HD hervortut, der mehrfachen und heute auch bereits auf TV Geräten und Cams verfügbaren HD Auflösung. Diesmal betrifft es die Frame Raten, die bei einer Cam typischer um die 30 Bilder pro Sekunde liegen. Anders bei speziellen Geräten wie Spielekonsolen, die zur schnellen Darstellung Frameraten bis zu 60 Bilder pro Sekunde verarbeiten. Dies, Frameraten mit 40 und 60 Bildern pro Sekunde, wird demnächst auch bei YouTube zum Standard gehören.

Geld verdienen ist für viele Video Macher ein Ziel. Typische Optionen sind Schaltung von Werbung oder die Vorfinanzierung von Projekten über Crowd Funding. Jetzt startet YouTube einen eigenen, in die Seite integrierten Crowd Funding Service mit Namen Fan Funding, der sich derzeit noch in der Beta Phase befindet. Zudem können auf anderen Plattformen laufende Crowd Funding Projekte verlinkt werden.

Weitere neue Funktionen umfassen die Erstellung von Videos und die Kommunikation. Zur Video Gestaltung wurden eine Vielzahl neuer Sound Effekte hinzugefügt und künftig soll es auch möglich sein eigene Soundeffekte hochzuladen. Weitere Funktionen umfassen die Möglichkeit des hinzufügen von Untertiteln durch Nutzer, was eine Übersetzung durch das Publikum in eine Vielzahl an Sprachen verspricht. Wirklich umfassend schliesslich sind die Änderungen in der Kommunikation. Hier wird das alte System der Inbox durch eine Integration mit Google+ ersetzt. Hierdurch ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten für Kontakte und zur Interaktion wie auch die Integration anderer Medien durch Upload auf Google+. Auch Twitter, bedeutend für die Verbreitung von Videos, wird als externer Service besser integriert und es werden Statistiken zum Abruf bei dem Microblogging Service verfügbar gemacht.

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